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Keyvisual Wettbewerbsbeitrag "Berliner Interferenz", Kunst am Bau-Wettbewerb "Erweiterungsbau Papageno-Grundschule", Konzept: Julia Herfurth/ Visualisierung: Robert Müller, 2026

Papageno-Grundschule

Bergstraße 58
10115 Berlin

Berliner Interferenz

von Julia Herfurth
(in Umsetzung, 2026/27)

 

„Berliner Interferenz — Ortsspezifik & Interaktion“ (AT) ist eine mehrteilige Arbeit im Erweiterungsbau der Papageno-Grundschule. Konzeptioneller Ausgangspunkt sind Stadtpläne aus den Jahren 1862, 1925, 1945 und 2026. Eine grafische Interpretation der Pläne wird als Ausschnitt des Einzugsgebietes auf Fliesen übertragen und großflächig als Wandmosaik angebracht. Die serielle Anordnung der Fliesen erzeugt einen visuellen Rhythmus und verbindet verschiedene Zeitebenen. Relieffliesen und Klangelemente sollen zudem zum Experimentieren und sinnlichen Eintauchen einladen. So fordert und fördert die Arbeit das Abstraktionsvermögen der Kinder und eröffnet einen spielerischen Zugang zu räumlichen, zeitlichen und akustischen Zusammenhängen. An zentraler Stelle der Schulbibliothek werden die fünf Mustermotive der Berliner Stadtpläne als Grafikserie präsentiert.


Die Künstlerin

Julia Herfurth studierte Freie Kunst an der Bauhaus Universität Weimar und der Marmara Universität Istanbul. 2018 schloss sie den Masterstudiengang Art in Context an der Universität der Künste mit Auszeichnung ab.

Kultur- und architekturgeschichtliche Fragestellungen bilden die Grundlage der künstlerischen Praxis von Julia Herfurth. Die Erschließung der Themen erfolgt durch Recherchen, Interviews mit Bürger:innen und Expert:innen und werden mittels Zeichnung, Fotografie und verschiedene Drucktechniken bearbeitet – oder sie münden in Ausstellungen, die unterschiedliche Materialien, Artefakte und Medien verbinden. Sie ist an Gruppenausstellungen im In- und Ausland beteiligt und realisierte zudem als künstlerische Co-Leitung verschiedene Ausstellungsprojekte.

Wandmosaik

von Künstler*in unbekannt
(Entstehungsjahr unbekannt)

 

Im Bestandsgebäude der Papageno-Grundschule befindet sich im Eingangsbereich ein Wandmosaik. Titel der Arbeit sowie auch Name des*r Künstler*in und Jahr der Entstehung sind bisher noch unbekannt. Im Zuge der Baumaßnahmen für den Erweiterungsbau wurden Kernbohrungen am Rand des Wandmosaiks notwendig. Um das Gesamtbild aber zu wahren, wird infolge eine abgehängte Decke angebracht, welche die Eingriffe künftig vollständig verdeckt. Entstandene Verschmutzungen werden nach der Fertigstellung der Baumaßnahme veranlasst und das Wandmosaik wieder für alle sichtbar sein.


Der Ort

Eine wichtiges Neubauprojekt in Berlin-Mitte ist die Erweiterung der Papageno-Grundschule in der Bergstraße 58 in 10115 Berlin. Die musikbetonte Grundschule erhält durch den Erweiterungsbau der Gruber + Pop Architekt:innen BDA einen großen Musiksaal, eine Bibliothek und zusätzliche Klassenräume. Dabei wird das Konzept der Compartementschule nicht nur im Neubau, sondern auch im Bestandsgebäude umgesetzt.


Workshop und Vermittlung

(Un)regelmäßig finden Workshops und Vermittlungsangebote rund um Kunst am Bau in der Papageno-Grundschule statt. Eine Übersicht über aktuelle und vergangene Angebote finden Sie hier:


Kunst am Bau-Wettbewerb

Am Freitag, den 3. Juli 2026 tagte das Preisgericht zum Wettbewerb „Kunst am Bau im Zusammenhang mit dem Erweiterungsbau der Papageno-Grundschule“ in der Bergstraße 58, 10115 Berlin. Unter Vorsitz der Künstlerin Vanessa Henn sprach das Preisgericht mehrheitlich eine Realisierungsempfehlung (1. Rang) für den Entwurf „Berliner Interferenz — Ortsspezifik & Interaktion“ der Künstlerin Julia Herfurth aus. Das Preisgericht würdigte den Entwurf als konzeptionell durchdachte Arbeit mit einem überzeugenden partizipativen Ansatz. Positiv hervorgehoben wurde die Verbindung eines anspruchsvollen Themas mit einer altersgerechten und gut zugänglichen Vermittlung. Die Motive eröffnen vielfältige Anknüpfungspunkte an das Lebensumfeld bzw. Einzugsgebiet der Schüler*innen und bieten Möglichkeiten für eine pädagogische Auseinandersetzung.

Den 2. Rang belegt der Wettbewerbsbeitrag „Die Tragetasche der Papagena“ des Künstler*innen-Duos Mitra Wakil & Fabian Hesse.